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Ein Kunstblog für München







Claire Angelini, Drancy - La Muette 5, 2012, Courtesy Galerie Christian Pixis.

Die Linie als Hauptmerkmal der Zeichnung, mit dem Stift als Zeichenutensil im weitesten Sinne, umschreibt den Leitgedanken der aktuellen Ausstellung in der Galerie der Künstler. An die 40 in München lebende und arbeitende Künstlerinnen und Künstler, zeigen, wie vielfältig das Spektrum der klassischen Zeichnung tatsächlich ist. Das Trägermaterial ist hier nicht auf Papier limitiert. Und so ist eine Ausstellung mit einer Fülle an künstlerischen Konzepten, Materialien, Herangehensweisen und Handschriften entstanden.


Afra Dopfer, Kugel 1 Kugel /Zeichnung (Knäuel), 2009, Courtesy Galerie Christian Pixis.

Zu sehen sind unter anderem wandfüllende, auf dem Boden und auf Tischen liegende, an die Wand getackerte, in den Raum erweiterte, skulpturale und installative Zeichnungen; mal sind sie farbig, mal mit Tusche, Graphit, Kreide oder Kohle gezeichnet. Es gibt wissenschaftliche, erzählerische, politische, investigative und dokumentarische Inhalte. Kurz: eine vielfältige Bandbreite und wunderbare Übersicht von Zeichnungen in München lebender Künstler.


Christopher Croft, aus: Ikea Suite 2012.

Die Kuratoren der Ausstellung, Dr. Erika Wäcker-Babnik und Dr. Stefan Graupner, haben an die 50 Ateliers besucht, um aus den etwa 120 Einsendungen einer öffentlichen Ausschreibung, eine Auswahl zu treffen. Wichtig war ihnen dabei einerseits der Auffassung von Zeichnung zu folgen, die an der Linie als Hauptmerkmal der Zeichnung festhält, andererseits solche Künstlerinnen und Künstler auszuwählen, die das breite Spektrum der Zeichnung repräsentativ zeigen. Teil des Ausstellungskonzeptes war auch ältere Künstler mit einzubeziehen, die als Hochschullehrer für mehrere Generationen von Zeichnern prägend waren, ebenso wie Künstler, welche die Kuratoren bereits kannten. 

Herausgekommen ist eine Ausstellung musealen Ausmaßes, der es gelingt, dem Besucher die Vielfältigkeit des von den Kuratoren eng gefassten Begriffs der Zeichnung darzustellen. Die Räume der Galerie der Künstler sind angenehm kühl und so fällt es leicht, sich in die Welt der Zeichnungen zu vertiefen.


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